Zeitensprünge Projekt
Schülerinnen und Schüler aus der 7. und 8. Klassen unserer Schule forschten im Jahr 2007
zur Sondershäuser Geschichte während des Nationalsozialismus (1933-1945). Dabei interessierte
uns die Frage, wie die Menschen in Sondershausen zur Zeit des Nationalsozialismus gelebt, gefühlt
und gedacht haben.
Neben Archivbesuchen waren v.a. die Interviews mit Zeitzeugen spannend, weil die über 70jährigen
Zeitzeugen über ihre Kindheits- und Jugenderfahrungen berichteten – aus jenem Lebensalter also,
in welchem sich die jungen Geschichtsforscher heute befinden. Dadurch werden die Lebensbedingungen
und Denkweisen zu früher vergleichbar.
Wer von den heute lebenden Menschen kann sich noch ein spürbares Bild von jener Zeit machen,
als z.B. Schuhsohlen aus Holzbohlen gemacht wurden, Suppe aus Helmen gegessen oder Bürger
von Sondershausen jüdischen Glaubens diskriminiert, tyrannisiert und ihre heilige Synagoge in der
Sondershäuser Innenstadt geschändet wurde ...
Welche Erfahrungen lehrte uns der Nationalsozialismus und welche Perspektive kann
diesbezüglich jungen Menschen mit auf dem Weg gegeben werden?
Herr Tillmann, 83 Jahre von der Seniorenresidenz Sondershausen: „Es geht immer
darum den Menschen zu achten. Wenn der Mensch geachtet und auch wirklich beachtet wird,
dann kann es keine Unterdrückung oder Verletzungen geben. ...Die Jugendlichen sollen
die Augen offen halten, damit es nicht wieder soweit kommt wie im Nationalsozialismus ...“.
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